Künstlerische Pläne

Bei lebendigem Leben
Fünf Veranstaltungen über fast vergessene Frauen

Der Kulturzyklus soll Einblick in die Leben und künstlerischen Werke von Alexandra David-Néel, das Paar Claude Cahun & Marcel Moore (Lucy Schwob und Suzanne Malherbe), Charlotte Salomon, Franziska zu Reventlow und Emmy Ball-Hennings geben.

Mit einem Team, das durch alle Abende führt, möchte ich Ausschnitte aus Leben, Werk und Taten dieser ungewöhnlichen Frauen auf die Bühne bringen. Theatersequenzen, szenische Lesungen, Bilddokumente, Filmausschnitte, Kritiken und Anekdoten sollen die Künstlerinnen in ihrer Zeit und Umgebung lebendig werden lassen.

Alexandra David-Néel 1868-1969, Sopranistin, Journalistin und Reisende, Frankreich und Asien. Kurz vor ihrem hundertsten Geburtstag wird sie sich – vorsichtshalber, wie sie sagt – nochmals ihren Pass verlängern lassen.

Claude Cahun & Marcel Moore (Lucy Schwob 1894-1954 und Suzanne Malherbe 1892-1972) Allroundkünstlerinnen. 1944 wird das Paar in Paris zum Tode verurteilt. „Ja, wir haben alle Gesetze übertreten, ausser denjenigen, die uns nicht störten.“
1945 haben die Alliierten sie befreit.

Charlotte Salomon, 1917-1943, Malerin, Erzählerin, Berlin und Südfrankreich. Zwischen 1940 und 1942 entstehen die über 1300 Gouachen zu „Leben? Oder Theater?“ Ein Singspiel in Bildern, Texten und Musik.

Franziska zu Reventlow 1871-1918, Schriftstellerin, Königin der Boheme.
Ihr Leben ist eine kompromisslose Suche nach Freiheit und Glück:
„Ich will überhaupt lauter Unmögliches, aber lieber will ich das wollen, als mich im Möglichen schön zurechtlegen.“

Emmy Ball-Hennings 1858-1948, Schauspielerin in einer Wandertruppe, Hausiererin, Diseuse in Tingeltangels, Mitbegründerin des Dadaismus.
„Ich bin so vielfach in den Nächten. ... Wie bunt entfaltet sich mein Anderssein.“
 

Esther M. Uebelhart
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